Mary Gaspard, genannt Molly, erbt 120 Schafe und zieht aufs Land und sich als Vollzeit-Schäferin niederzulassen. Während sie versucht sich als Frau in die Männerdomäne "Schafzüchter" einzufinden und gleichzeitig auch den Landwirtinnen-Club des Dörfchens für sich einnimmt, geschehen seltsame Dinge auf den Weiden rund um Little Hamperton. Es scheint, als ob dort ein riesiger Hund sein Unwesen treibt. Mit der Zeit wird klar: es muss sich wohl um einen Werwolf handeln. Molly fackelt nicht lange und fragt ihr Tante um Rat. Die weiß genau wie man magische Wesen in Schach halten kann und so bringt Molly zwei Hüte-Lamas mit nach Little Hamperton.  Ihr smarter und liebenswerter Nachbar Lennard ist der erste, der von den Lamas angegriffen wird. Kann es wirklich sein, dass er der Werwolf ist  und in seinem eigenen Dorf die Schafe seiner Freund reißt?

Weihnachten mit Werwolf: ...und 2 Lamas | Lilly Labord

Wie vor ein paar Tagen schon angedeutet, möchte ich euch in Zukunft auch ab und zu mal was für erwachsene Leser präsentieren. Und das hier ist mein erstes Exemplar. Weihnachten ist schon eine Weile her und trotzdem stelle ich euch hier noch ein letztes Buch dazu vor. Vielleicht deshalb, weil "Weihnachten mit Werwolf:... und 2 Lamas" nicht wirklich von Weihnachten handelt. Es spielt zwar in der passenden Jahreszeit, es gibt auch einen Adventsmarkt und es werden Geschenke verteilt. Ansonsten hat dieses Buch aber nichts mit Weihnachten am Hut. Dafür ist es aber eine sehr amüsante Fantasy-Geschichte, in der eine kleine Liebesgeschichte verbaut ist. Somit lässt sich das Buch auch zu jederzeit lesen - zum Beispiel jetzt!

Das Buch handelt also von Molly. Molly erbt 120 Schafe und beschließt, dass sie zukünftig in Little Hamperton die Schafzucht ihrer Familienvorfahren übernehmen möchte. Dazu schließt sie Freundschaft mit den Hütehunden und renoviert als allererstes die zugehörigen Gebäude. Auf ihren Nachbarn Lennard trifft sie ziemlich am Anfang der Geschichte und beide verlieben sich völlig unkompliziert ineinander. Beim ersten Kuss brennt das Waffeleisen von Molly durch - die beiden haben vor lauter Verliebtheit vergessen, das Gerät auszuschalten.

Weihnachten mit Werwolf... und 2 Lamas
Cover: Copyright by Lilly Labord

Der Werwolf, die Lamas und ein attraktiver Nachbar.

Im Laufe der Geschichte lernen wir die weiteren Dorfbewohner kennen. Molly ist die erste Frau in einer bisher von Männern beherrschten Domäne. Nach einiger Diskussion wird sie aber als vollwertiges Mitglied aufgenommen. Den anderen Schafzüchtern bleibt nichts anderes übrig, denn es gibt wichtigere Probleme zu lösen, als die neue Frau im Dorf.

Plötzlich werden nämlich Spuren eines Wolfes gefunden. Die Dorfbewohner versuchen natürlich dem Wolf auf die Schliche zu kommen. Wer aber jetzt denkt, dass hier ein Mega-Konflikt geschürt wird - vielleicht a la "Die Schöne und das Biest" - der irrt sich. Es wird nach dem Wolf Ausschau gehalten, Lennard läuft auch kurz in eine Silberfalle, trotzdem verläuft alles ganz harmonisch und irgendwie  vorausschaubar. Molly hat irgendwann die Nase voll und kauft in der Stadt zwei Hüte-Lamas. Ihre Tante, die sich mit Wesen aus anderen Welten auskennt, rät ihr dazu. Dass die Lamas ziemlich gut funktionieren beweisen sie dann auch sofort, als Lennard bei Molly vorbeischauen will. Wie zwei  wütende Kampfhunde verteidigen sie ihr Frauchen und die Schafherde - sie spucken und beißen und Lennard muss schließlich von Molly gerettet werden.

Das Ende wird hier natürlich nicht verraten. Ob Lennard und Molly den Werwolf finden und ob Molly Lennard danach noch küssen will? Das müsst ihr schon selbst herausfinden.

Charmant und witzig mit wenigen Ecken und Kanten.

Das Buch macht viel Spaß beim Lesen, der Schreibstil ist flüssig und sorgt dafür, dass man das Büchlein in Rekordzeit  zu Ende lesen könnte. Leider fehlt aber hier und da eine gehörige Portion Spannung und so wollte sich bei mir einfach nicht der Page-Turner Effekt einstellen. Es gibt sehr viele Stellen in der Geschichte, bei denen ich einiges mehr erwartet hätte. Aber vielleicht ist das bei mir einfach die Lesegewohnheit von sehr, sehr vielen High Fantasy Büchern, in denen die fantastischen Wesen, ihre Familien und Herkünfte und alle damit verbundenen Konflikte detailliert und bis ins Kleinste aufgeschlüsselt werden. "Weihnachten mit Werwolf: ...und 2 Lamas" ist jedenfalls nicht so. Im Vordergrund stehen Molly und Lennard. Vor allem Lennard macht sein "Wesen" ein bisschen Mühe, aber nicht so sehr, dass er deshalb irgendwelche psychischen Abgründe erforschen müsste. Molly ist eine ziemlich coole und taffe Frau, die sich so schnell nicht ins Bockshorn jagen lässt. Und so passt alles irgendwie zusammen und die Idylle bleibt erhalten.

Buchige Fakten

Fazit und Bewertung

Ich kann mich einem gewissen Reiz dieser Geschichte nicht ganz verschließen. Deshalb werde ich noch einen weiteren Roman der Autorin ausprobieren. Ich finde die Geschichte eignet sich hervorragend für zwischendurch. Sie ist amüsant, unterhaltsam und ... naja, es spielt eben ein Werwolf mit.

Ich vergebe 4 von 5 Lesekatzen, weil ich die Idee mit den Hüte-Lamas total witzig fand, weil ich Schafe liebe und der Werwolf ein echt liebenswerter Kerl ist. Außerdem ist Molly eine echt coole Socke. Das macht das Buch aus und darum hab ich es zu Ende gelesen.

😻😻😻😻

Am besten macht ihr euch ein eigenes Bild darüber. Und dann schreibt mir bitte, wie ihr es fandet und ob es euch gefallen hat!

Alles Liebe, Eure Carola!

 

 

 

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