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In unserem Wohnzimmer geht es rund. "Tor! Tor!" ruft mein Sohn und kickt einen Softball durch die offenen Wohnzimmertür. Er übt seit neustem Torschüsse, drippelt durch den Flur und erklärt uns bereitwillig alle möglichen Fachbegriffe aus seinem neuen Lieblingssport. Egal, ob wir sie hören wollen oder nicht.

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Am Freitag war er das erste Mal beim Fußballtraining und hat aus 90 Trainingsminuten schon so viele Tricks und Spielkniffe mitgebracht, dass ich mir nur schwer merken kann, welche unterschiedlichen Techniken er mir erklärt. Im Garten haben wir nun ein Fußballtor errichtet, damit das Fußballfeeling nicht dauerhaft im Wohnzimmer stattfindet. Keine Frage: das Söhnchen ist im Fußball Fieber. Damit hat natürlich die Weltmeisterschaft zu tun, aber vor allem auch das gesteigerte Spielaufkommen auf dem Pausenhof.

Warum lernen unsere Kinder manche Dinge einfacher als andere?

Als Mutter frag ich mich natürlich, woher diese ungeheure Lust auf das Neue kommt. Und wie konnte das Kind innerhalb von ein paar Wochen zu einem Profi in Punkto Fußballwissen werden - wo wir schon seit Monaten das kleine 1x1 zu lernen versuchen und es einfach immer noch nicht klappen will? Im Scoyo Eltern! Blogaward 2018 gehen Anna von berlinmittemom.com , Bea von tollabea.de und Scoyo - die Lernplattform genau dieser Frage nach: Nachhilfe & Förderung: Was hilft Kindern wirklich? Ich hab das für mich mal ein bisschen abgewandelt: Wann fällt Lernen wirklich leicht? Und was hat Fußball eigentlich mit Mathe und Deutsch zu tun?

Tollabea hat zusammen mit dem Studienkreis zu einer Blogparade aufgerufen. Es geht dabei um Elternstories rund um Hausaufgaben. Seit meine Kinder in der Schule sind  hab ich schon so einiges Nachmittags erlebt. Der emotionale Erfahrungsschatz reicht von "Windstiller Tag mit Sonnenschein" bis zu "Sturmgepeitschte See mit Donnergrollen". Eines hab ich dabei aber gelernt: Wenn man ein paar kleine Tipps beachtet, dann muss es gar nicht zum Donnergrollen kommen. Und weil ich finde, dass man nicht oft genug Sonnenschein im Kinderzimmer haben kann, möchte ich ein paar Erfahrungen mit euch teilen.

Neulich war eine Klassenkameradin meiner Tochter hier. In der vierten Klassen bekommen die Kinder den Auftrag, eigenständig einen Vortrag zu einem ihrer Lieblingsthemen auszuarbeiten und dann vor der Klasse vorzutragen. Als Arbeitsort wählten sie unser Wohnzimmer und saßen dann zwei Nachmittage lang sehr konzentriert an dieser Aufgabe. Während die beiden da so saßen und ihr Plakat ausarbeiteten, ging ich in Gedanken meine Grundschulzeit durch. Zumindest den Teil, an den ich mich noch erinnern kann. Ich erinnere mich nicht, dass ich in den ersten vier Klassen ein Referat gehalten habe. Letztes Jahr war beim Töchterchen schon eine Buchvorstellung dran. Auch an so etwas kann ich mich nicht erinnern. Ich weiß noch, dass ich in der sechsten Klasse mal einen Vortrag über Wellensittiche gehalten habe. Das Thema lag nahe, weil ich Zuhause Wellensittiche als Haustiere hatte. Außerdem hatte ich ein Buch zu dem Thema. Für das Refarat zeichnete ich einen Wellensittich auf ein Blatt Papier. Dazu fasste ich eine Seite Text zusammen - das war mein Referat.

Fakten recherchieren wie die Großen

Welch ein Unterschied zu dem, was die beiden Mädchen erarbeitet haben. Erstens mal das Thema: Totenkopfäffchen. Meine Tochter wusste nicht einmal, dass das Tier was da bei Pipi Langstrumpf mitspielt, ein Totenkopfaffe ist. Sie wurde von ihrer Freundin zu dem Thema überredet.
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