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Heute ist schon Tag 9 unserer wunderbaren Ferien. Die Kinder haben Freunde kennen gelernt und sind gerade ( um halb elf Abends) mit Käschern unterwegs um Junikäfer zu fangen. Zuvor waren wir den ganzen Tag am Strand und haben uns auf Luftmatratzen treiben lassen. Das Wasser ist leider noch sehr frisch und so haben wir auch im Sand viel zu tun. Wir bauen riesige Burgen, heben Wasserlöcher aus und sammeln nur die schönsten und größten Muscheln die wir finden können.

Ich hab meine Kinder gefragt, warum sie gerne ein eigenes Haustier haben möchten. Und das waren die Antworten:
  • weil das dann so kuschelig ist
  • weil ich dann einen Freund habe
  • weil mir das Tier vertraut
  • weil ich mich dann darum kümmern kann
  • weil dann immer jemand da ist
  • weil das so toll ist
Meine Kinder lieben Tiere. Sie kümmern sich rührend um unseren Kater Leo, überwinden sich dazu, das Katzenfutter in den Napf zu füllen ("Iih, das stinkt, Mama!") und öffnen zehntausend Mal am Tag die Terrassentür um die Katze rein und raus zu lassen. Das Töchterchen mistet freiwillig und mit großer Freude einen Ponystall aus, nur um nahe an ihrem Lieblingspony dran sein zu können. Alles was vier Beine, Fell und hübsche Glubschaugen hat wird von meinen Kindern neugierig entdeckt und erforscht.
Haustier und Kind - Katze füttern
Füttern ist eine der täglichen Pflichten, damit Kater Leo eine zufriedene Katze ist.

Wie kann eine Beziehung zu einem eigenen Tier aussehen?

Bei meinen Eltern Zuhause gab es immer Katzen. Meine Lieblingskatze war ein ganzes Leben lang mein Begleiter. Sie war schwarz, ziemlich temperamentvoll und ein Jahr älter als ich. Sie "adoptierte" mich schon im Babyalter und lag in meiner Wippe wenn ich schlief. Wenn ich weinte lief sie zu meiner Mutter und maunzte solange bis meine Mutter kam und mich hochnahm. Sie tröstete mich wenn ich weinte, sie schmuste mit mir (wenn sie wollte) und wir konnten ausgiebig miteinander spielen. Manchmal waren wir zusammen draußen und ich ging überall dorthin, wo auch die Katze hin ging. Dabei lernte ich zum Beispiel, was ein Katzenrevier ist. Manchmal begleitete uns die Katze auf dem Weg zum Kindergarten. An der unsichtbarenReviergrenze blieb sie sitzen und miaute uns hinterher. Ich war nicht ihr Dosenöffner, aber wir hatten trotzdem ein ganz besonderes Verhältnis, bis sie uns dann mit 18 Jahren verlies. Dies war ein einschneidendes Erlebnis für mich. Ich fühlte mich, als wäre meine beste Freundin nicht mehr da. Ich fühlte mich alleine, verlassen und sehr lange unglaublich traurig über diesen Verlust.
Wir packten also die Koffer, immer noch voller Glück über die Ferienwohnung am Bodensee, die wir so kurzfristig bekommen hatten. Man macht sich natürlich so seine Gedanken darüber, aber im Prinzip war alles egal. Hauptsache Urlaub und nicht zuhause bleiben müssen. Nach ungefähr 4,5 Stunden kamen wir endlich in Lindau an. Unterwegs hatte ich noch den echt glorreichen Einfall, dass wir in Meersburg zu Mittag essen könnten. Dort verbrachten wir dann 30 Minuten damit, über alle möglichen, vollbesetzten Parkplätze zu schleichen, immer in der Hoffnung das ganz plötzlich einer frei wird. Natürlich total für die Katz. Es gab dann Laugenbrötchen aus einem Bäcker kurz vor Friedrichshafen, weil wir in Meersburg vor lauter Touristenansturm keine Möglichkeit hatten unser Auto irgendwo abzustellen. Danach überquerten wir die bayrische Landesgrenze und kamen von da an gut voran. Der stockende Verkehr löste sich auf, schnell waren wir in Lindaus Innenstadt und hatten unser Feriendomizil gefunden.
Als ich unseren Freunden erzählte, dass wir in zwei Wochen, mitten im August, an den Bodensee fahren wollten, zuerst aber noch eine Unterkunft suchen müssten, erntete ich ungläubiges Kopfschütteln. "Für vier Personen? Mitten in der Hochsaison?" "Ja." erwiderte ich. "Da gibts bestimmt noch freie Ferienwohnungen. Der Bodensee ist ja so groß!" "Da müsstet ihr schon echt Glück haben. Da wird nicht mal ein Plätzchen auf dem Camping-Platz frei sein." "Mhmmm...." machte ich. Im Stillen dachte ich mir natürlich meinen Teil. Es gibt doch immer noch ein freies Plätzchen wenn man wirklich will, dachte ich. Man muss es nur finden!

So fing alles an....

Angefangen hatte die ganze Urlaubsdiskussion noch eine Woche früher. Wir waren zum Hochzeitstag ein Wochenende in Konstanz gewesen, nur mein Mann und ich. Und als wir nach zwei herrlichen Tagen Seeluft und Sonnenschein wieder Zuhause angekommen waren, hatten wir so richtig Lust auf mehr. Mehr Urlaub, Wasser und Sonne für die ganze Familie.
Schlafen Kopie Während die Kinder unter der Woche fast  nicht aus ihren Betten zu kriegen sind, jeden Morgen beteuern wie wahnsinnig müde sie noch sind und wie "total gemein" das ist, dass sie um halb sieben aufstehen müssen, verkehrt sich dieses Bild am Wochenende um 180°.
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