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Magic Maila – Zauberhafter Serienauftakt für eine kleine Hexe

Magic Maila heißt die neue Buchreihe von Marliese Arold, in der es um die 13-jährige Hexe Maila geht. Wir durften an der zugehörigen Leserunde bei Lovelybooks teilnehmen. Ich muss sagen: wir sind vollauf begeistert von dieser magischen Geschichte rund um die kleine Hexe, die in die Menschenwelt reisen muss und dort nicht nur Chaos produziert, sondern auch ein paar ziemlich mysteriöse Rätsel lösen muss. Aber Vorsicht: Es ist der erste Teil einer Serie und ich glaube, man kann ziemlich leicht Maila süchtig werden ;-).

Explosion mit Folgen

Die 13-jährige Maila lebt zusammen mit ihrer Familie in der Hexenwelt. Ihre Eltern betreiben den Zauberladen "Wünsch dir was". Die ganze Familie hilft mit, damit der Zauberladen genügend Kunden findet. Das ist gar nicht so einfach, denn auch in der Welt der Hexen machen große Kaufhäuser den kleinen Läden das Leben schwer. Mailas Oma ist besonders begabt im Brauen von speziellen magischen Likören. Immer wieder erfindet sie neue Köstlichkeiten für allerlei Beschwerden und bereichert so das Angebot im Zauberladen.

Als Mailas Oma eines Tages den Zauberladen der Eltern explodieren lässt, weil sie einen Jungbrunnenlikör brauen möchte, verschwinden etliche magische Wesen und Gegenstände in die Menschwelt. Das ist eine Katastrophe - denn Oma Luna hat aus Versehen einen Hexenwirbel gezaubert. Falls die Hexenpolizei das herausfindet, könnte Oma Luna dafür im Gefängnis landen. Die verschwundenen Zauberdinge müssen also so schnell wie möglich in der Menschenwelt gefunden und zurückgebracht werden.

Auf in die Welt der Menschen...

Es gibt nur ganz wenige Hexen und Zauberer, die in die Menschenwelt reisen können. Maila und ihre Großmutter sind die einzigen Hexen der Familie, die mit den Ohren wackeln können und dadurch von der Hexenwelt in die Menschenwelt reisen können. Da Oma Luna in ihrer Jugend jedoch schon ziemlich viel Quatsch gemacht hat, ist sie mit einem Übertrittsverbot belegt. Also begibt sich Maila alleine auf diese gefährliche Mission.

Das Mädchen findet Unterschlupf bei ihrer Tante Juna, die in der Menschwelt mit einem Menschen verheiratet ist und ein Baby erwartet. Zusammen starten sie die Suche nach den verschwundenen Zaubergegeständen. Das ist schwieriger als gedacht, denn Onkel Justus ist alles andere als erfreut von dem Besuch, mag keine Tiere und ist auch sonst nicht gerade ein herzlicher Mensch.

Und er darf natürlich auf keinen Fall wissen, dass Maila und Tante Juna Hexen sind....

Buchige Fakten

Fazit: Magic Maila macht viel Spaß beim Lesen

Mit Magic Maila ist ein wirklich schöner Serienauftakt gelungen. Die Geschichte liest sich wunderbar flüssig und besticht durch viele überraschende Wendungen. Maila und ihre Familie sind toll dargestellt. Ich mochte besonders Mailas Bruder Robin sehr gerne und die kleinen Zankereien der beiden. Die Familie hält zusammen und alle sind füreinander da. Richtig schön dargestellt und passend für ein Kinderbuch. Das einzige was Maila mitnehmen darf ist Wilbur. Wilbur ist ein kleiner Vogel, der in einer Kuckucksuhr lebt. Wilbur kann sprechen und die Uhr ist sein Zuhause und er bleibt für einige Zeit der einzige Freund, den Maila in der Menschenwelt hat.

In der Menschwelt angekommen, richten Maila und Tante Juna dann allerhand Chaos an - obwohl Hexen strengstens verboten ist. Das gehört natürlich dazu und macht superviel Spaß beim Lesen! Bei der Suche nach den verschwundenen Gegenständen helfen vier Schnecken, die mit einem Suchzauber belegt werden. Maila holt dann den ersten "Magling" - also einen magischen Gegenstand - vom Dach eines Pavillions, in dem sie zuerst hinaufklettert und dann mit dem Teppich herunter schwebt. Und schon muss  auch Juna das Zauberverbot übertreten, denn natürlich haben sehr viele Menschen das Mädchen mit dem fliegenden Teppich vom Dach herunter schweben sehen.

Kleiner Schwachpunkt

Was mich persönlich stört ist, dass man immer das Gefühl hat, dass Tante Juna nicht ganz zurechnungsfähig ist, wenn es um ihren Ehemann Justus geht. Er wird ungeheuer unsympathisch dargestellt und sie erwarten ja ein Baby. Erst am Ende der Geschichte kommt heraus, dass die Tante durch einen Liebeszauber verhext wurde. Und ich dachte mir: "Zum Glück ist sie das Ekel jetzt los!" Man kann sich also gar nicht vorstellen, was sie schon mal an ihm gut gefunden hat.

Cliffhänger - hoffentlich kommt bald der 2 Teil!

Am Schluß folgt ein riesengroßer Cliffhänger. Das ist ja immer total gut und aber auch total schlecht, denn jetzt wollen wir natürlich wissen, wie es mit Maila, Emily und Juna weiter geht. Und der zweite Teil von Magic Maila kommt erst im August.

Insgesamt also 4 von 5 Sternen: für mich hätte es gerne noch ein bisschen mehr Humor sein dürfen und ein bisschen mehr Liebeszauber für Tante Juna (damit man sich wenigstens vorstellen kann, warum sie Justus geheiratet hat) .

 

Vielen Dank an Lovelybooks und den Edel Verlag für das Rezensionsexemplar. Wir hatten sehr viel Spaß beim Lesen!

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