Ich hab meine Kinder gefragt, warum sie gerne ein eigenes Haustier haben möchten. Und das waren die Antworten:
  • weil das dann so kuschelig ist
  • weil ich dann einen Freund habe
  • weil mir das Tier vertraut
  • weil ich mich dann darum kümmern kann
  • weil dann immer jemand da ist
  • weil das so toll ist
Meine Kinder lieben Tiere. Sie kümmern sich rührend um unseren Kater Leo, überwinden sich dazu, das Katzenfutter in den Napf zu füllen ("Iih, das stinkt, Mama!") und öffnen zehntausend Mal am Tag die Terrassentür um die Katze rein und raus zu lassen. Das Töchterchen mistet freiwillig und mit großer Freude einen Ponystall aus, nur um nahe an ihrem Lieblingspony dran sein zu können. Alles was vier Beine, Fell und hübsche Glubschaugen hat wird von meinen Kindern neugierig entdeckt und erforscht.
Haustier und Kind - Katze füttern
Füttern ist eine der täglichen Pflichten, damit Kater Leo eine zufriedene Katze ist.

Wie kann eine Beziehung zu einem eigenen Tier aussehen?

Bei meinen Eltern Zuhause gab es immer Katzen. Meine Lieblingskatze war ein ganzes Leben lang mein Begleiter. Sie war schwarz, ziemlich temperamentvoll und ein Jahr älter als ich. Sie "adoptierte" mich schon im Babyalter und lag in meiner Wippe wenn ich schlief. Wenn ich weinte lief sie zu meiner Mutter und maunzte solange bis meine Mutter kam und mich hochnahm. Sie tröstete mich wenn ich weinte, sie schmuste mit mir (wenn sie wollte) und wir konnten ausgiebig miteinander spielen. Manchmal waren wir zusammen draußen und ich ging überall dorthin, wo auch die Katze hin ging. Dabei lernte ich zum Beispiel, was ein Katzenrevier ist. Manchmal begleitete uns die Katze auf dem Weg zum Kindergarten. An der unsichtbarenReviergrenze blieb sie sitzen und miaute uns hinterher. Ich war nicht ihr Dosenöffner, aber wir hatten trotzdem ein ganz besonderes Verhältnis, bis sie uns dann mit 18 Jahren verlies. Dies war ein einschneidendes Erlebnis für mich. Ich fühlte mich, als wäre meine beste Freundin nicht mehr da. Ich fühlte mich alleine, verlassen und sehr lange unglaublich traurig über diesen Verlust.

Verantwortung für ein eigenes Tier lernen

Meine Kinder haben leider kein so inniges Verhältnis zu unserem Kater. Leo war nie wirklich ein Fan der Kinder. Er duldet sie mehr, als das er sie als Spielkameraden ansieht. Das ist auch der Grund, warum wir gerade wieder beinahe täglich über eine zweite Fellnase nachdenken. Bei diesen Überlegungen setzten wir uns zusammen und ich erkläre den Kindern ganz genau, welche Pflichten sich bei einem neuen Tier ergeben.
Haustier und Kind - Aquarium
Mit Aquarienbewohnern kann man nicht schmusen. Pflege brauchen sie aber trotzdem.
Egal ob Hund, Katze, Meerschweinchen - ein eigenes Haustier heißt Verantwortung zu übernehmen. Ein ganzes Tierleben lang. Füttern, streicheln, schmusen oder spielen - Kinder müssen lernen, dass jedes Tier Bedürfnisse hat und das sie nicht immer mit den Vorstellungen des Kindes übereinstimmen. Die erste Herausforderung ist also, die Sprache des eigenen Tieres verstehen zu lernen und sich in das Tier einzufühlen. Woran erkennt man, dass ein Tier spielen möchte? Ist es müde, gereizt, hungrig? Welche Reaktion ist zu erwarten, wenn die Anzeichen des Tieres nicht erkannt werden?

Tiere außerhalb der eigenen vier Wände kennen lernen

Es gibt natürlichLebensumstände, in denen Tiere keinen Einzug in das Familienleben halten können. Genauso wie es Tiere gibt, die absolut ungeeignet als Familienzuwachs sind. In diesem Fall kann man ganz viele Dinge mit Kindern unternehmen, um trotzdem ein Bewusstsein für Tiere zu schaffen. Bei uns in der Nähe gibt es z.B. einen Bauernhof, auf dem man Schweine striegeln und Kühe füttern darf. Auf diesem Bauernhof gab es eine Ziege, die es immer wieder schaffte aus ihrem Gehege auszubrechen. Das Söhnchen war total begeistert von diesem Tier, dessen Hörner genau in seiner Augenhöhe waren. Also fuhren wir Woche um Woche auf diesen Hof um nach der Ziege zu schauen. Und interessanterweise lies die Ziege meinen Sohn immer kuscheln. Er legte die Ärmchen um ihren Hals und sie blieb minutenlang stehen, bis das Söhnchen mit strahlenden Augen wieder von ihr abließ.Das Lieblingstier des Söhnchens war dann auch jahrelang eine Ziege.

Die Eltern sind in der Pflicht

Haustier und Kind können nur dann ein gutes Team werden, wenn die Eltern absolut hinter diesem Vorhaben stehen und bereit sind, ihr Kind dabei zu unterstützen. Wenn man selbst Katzen doof findet, dann bekommt auch das Kind keine. Wenn man selbst keine Lust hat mit dem Hund Gassi zu gehen, dann schafft man sich keinen an (deshalb haben wir keinen Hund!). Wenn man findet, das Meerschweinchen zu viel Dreck und Arbeit machen, dann sollten sie lieber nicht Einzug ins Kinderzimmer halten. Das ist zumindest meine Meinung. Es würde mich sehr interessieren, wie ihr zu dem Thema steht. Tierische Erlebnisse für Kinder gibt es auch in meinem Weihnachtsartikel. Hier erfahrt ihr außerdem, warum Tiere nicht unter den Weihnachtsbaum (und auch nicht in das Geburtstagsgeschenk) gehören. Dieser Beitrag enstand im Rahmen der Blogparade von Nicole auf LiNiChri, wo ihr weitere interessante Meinungen zu diesem Thema findet. Viel Spaß beim Lesen Eure Carola

1 thought on “Ein Haustier für mein Kind – ja oder nein?”

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