Emily erwacht eines Tages und stellt fest, dass sie tot ist. Zuerst hält das Mädchen das Ganze für einen gelungenen Scherz ihrer besten Freundin, die einen etwas eigenartigen Humor hat. Als sie jedoch mit Superkräften aus dem Sarg entkommt und direkt ein lebendiges Skelett über den Haufen rennt, wird ihr jedoch klar, dass sie wirklich nicht mehr am Leben ist. Und viel schlimmer ist noch, dass sie offensichtlich ermordet wurde. Während Emily auf dem Friedhof in der Gemeinschaft ankommt, versucht sie heraus zu finden, was wirklich passiert ist. Schnell erfährt sie, wer ihr wahrer Mörder ist. Doch als sie versucht mehr zu erfahren und Rache üben will, muss Emily erkennen, dass ihr ein unfassbar mächtiger Gegner gegenübersteht!

Emily Bones - Die Stadt der Geister

Emily Bones hat nicht nur ein wunderschönes Cover - auch die Geschichte ist ein einziger Genuss. Wenn man die Leseprobe verschlungen hat, dann ist man schon vollends vom Emily Bones Virus infiziert und möchte sofort das ganze Buch zu Ende lesen. So ging das jedenfalls mir. Es ist aber nicht nur Emilys fesselnde Geschichte, die einen so mitreißt, es sind auch die vielen kleinen und großen Nebenschauplätze, die dieses Buch so besonders machen.

Emily Bones - Goldfolie
Das Cover ist in schwarz und weiß gedruckt und mit Goldfolie unterlegt.

Das "Drumrum"

Emily kommt auf dem Friedhof Pére Lachaise in Paris an und wird dort von Irrwicht Cosimo begrüßt, der sich schnell zu Emilys Freund entwickelt. Cosimo ist zuständig für die Begrüßung aller neuen Untoten auf dem Friedhof. Raphael ist ihr zweiter Vertrauter. Er ist ebenfalls eine Art Geist, so wie Emily, und ist der Friedhofssanitäter. Wenn also mal wieder ein Skelett den Kopf verliert oder einer der neuen Gespenster blutet, weil er noch zu sehr an seinen irdischen Körper gewöhnt ist, dann hilft Raphael weiter.

Weil sich jeder Neuankömmling auf dem Friedhof nützlich machen muss, wird Emily dem Gärtnerteam zugeordnet. Hier schuftet sie jede Nacht Seite an Seite mit anderen Untoten und pflanzt wunderschöne Blumen, die nur die Bewohner des Friedhofs sehen können, verstreut magischen Glitter oder arrangiert die Umgebung neu.

Zu Emilys neuen Pflichten gehört auch die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe. Hier muss sie sich mit ihrem neuen geisterhaften Zustand auseinandersetzen und trifft andere Untote, die auch alle auf dem Weg zur Akzeptanz ihres neuen Daseins sind.

Denn das fällt Emily wahnsinnig schwer: zu akzeptieren, dass sie ihr irdisches Leben als Mensch verloren hat und nun nicht mehr zurück gehen kann. Zurück zu ihrer Familie, die aus ihrem Onkel und ihrer Schwester besteht. Und weil Die Kinder sowieso schon Waisen waren, fällt es Emily jetzt besonders schwer, ihre Familie diesem erneuten Schmerz aussetzen zu müssen.

Doch trotz aller Verbote und Bemühungen durch das Gremium der Untoten gelingt es Emily Kontakt mit einem Vampir aufzunehmen. Er soll ihr helfen, sich an ihrem Mörder zur rächen.

Der Hauptteil

Hier verrate ich jetzt natürlich nicht so viel, sonst braucht ihr nachher das Buch nicht mehr lesen ;-). Nur so viel: Es ist wirklich eine sehr packende und spannende Geschichte bis zum Schluss. Emily muss sich ständig neu behaupten, bis sie endlich soweit ist, dass sie sich auf die Suche nach dem Mörder machen kann.  Sie muss sich ganz neu über ihre Ziele klar werden und sie findet durch Zorn und Groll und Schmerz lange verloren geglaubte Personen wieder.

Am Ende gibt es natürlich  eine epische Schlacht - wie könnte es auch anders sein, in einem Buch, das von Untoten, der Anderwelt und Vampiren handelt. Das ist aber nur der eine Teil. Der andere Teil ist feinsinnig und kommt ganz überraschend. Es ist jedenfalls herrlich zu lesen - bis zum Ende!

Buchige Fakten

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Bewertung

Die Geschichte ist sehr spannend und etwas gruselig. Alle Charaktere sind sehr liebevoll detailliert gezeichnet und man kann sich gut vorstellen was passiert.  Emily entwickelt sich natürlich zum Helden der Geschichte, wie könnte es anders sein.  Aber auch die meisten anderen Figuren durchleben eine Wandlung und bis zum Ende kennt man sie als Leser in- und auswendig. Man kennt nicht nur jede eigene Geschichte, sondern auch ihren Schmerz und ihre guten und schlechten Seiten. Damit wurde das Buch für mich sehr plastisch. Ich liebe es, wenn ich wahre Emotionen spüren kann, während ich lebe. Und das ist Gesa Schwartz meiner Meinung nach gut gelungen.  Insgesamt ist es natürlich sehr düster und dunkel. Aber dadurch kommen auch die einzelnen, farblich hervorstechenende Details besser zu Geltung.

Das Lesealter von 10 Jahren ist meiner Meinung nach etwas zu jung veranschlagt. Ich finde die Storyline sehr dicht und voll gepackt mit jede Menge Einzelheiten und Erzählfäden, die der Leser alle während der Lektüre zusammenhalten muss. Ich würde das Lesealter für "Emily Bones" eher im Vergleich mit anderen schon gelesenen Büchern veranschlagen. Wenn ein Kind Harry Potter liest, dann kann es auch dieses Buch lesen. Wenn es allerdings noch im "Liliane Susewind"-Modus ist, dann ist es nicht zu empfehlen.

Insgesamt vergebe ich 5 von 5 Lesekatzen für dieses Buch. Und es ist wahrlich nicht nur ein Buch für Kinder, es ist großartig zu lesen für alle, die gerne in Fantasy-Schmökern versinken.

😻😻😻😻😻

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen 🙂

Eure Carola

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