Ich gebe zu: ich bin schockverliebt! Verliebt in Ophelia, in die Welt von "Die Spiegelreisende" und in den ersten Band von diesem unfassbar guten Fantasy-Vierteiler.  Die 535 Seiten waren leider viel zu schnell und innerhalb von 3 Tagen weggelesen und nun bin ich sehr, sehr wehmütig und kann es gar nicht erwarten, bis es endlich Juli wird und der zweite Teil von "Die Spiegelreisende" in die Buchläden kommt.

Bevor wir in die Geschichte einsteigen gibt es auch diesmal wieder etwas neues im Blog: Für mein Fernstudium war grade ein Podcast fällig. Deshalb hab ich euch eine "Ich bin grad in der Hälfte und liebe dieses Buch jetzt schon" Podcast-Folge vertont.  Ich hoffe, ihr habt genauso viel Spaß beim Hören, wie ich beim Produzieren. Den Podcast findet ihr weiter unten in diesem Beitrag!

Und jetzt aber ganz schnell zurück zum Buch!

Die Spiegelreisende - Die Verlobten des Winters

Die Leseprobe zu "Die Spiegelreisende" hab ich schon im Herbst gelesen und mich dann sehr verzweifelt auf alle möglichen Gewinnspiele und Vorablesen-Verlosungen beworben. Ich hab leider nicht gewonnen! Das finde ich jetzt grade aber gar nicht mehr so schlimm, denn immerhin ist der Juli jetzt gar nicht mehr so weit weg und der zweite Band winkt mir schon fast zu.

Es ist nämlich etwas passiert, was mir schon seit sehr langem nicht mehr passiert ist: ich hab das Buch aufgeschlagen und fortan war nichts mehr wichtig, außer Ophelia, Thorn, Roseline, Berenilde und all die anderen großartigen Figuren, die auf den Archen Anima und dem Pol leben.

Die Geschichte

In einer Welt, in der die Erde auseinandergerissen wurde, existieren die Menschen auf sogenannten Archen. Das sind Weltenstücke, die von der ursprünglichen Erde übrig geblieben sind. Ophelia wohnt mit ihrer Familie auf der Arche Anima. Dort herrscht ein angenehmes, mitteleuropäisches Klima. Die Menschen sind freundlich zueinander und die Streitigkeiten die ab und zu aufflammen sind eigentlich gar nicht der Rede wert. Die Bewohner von Anima leben im Matriarchat, was bedeutet, dass die Frauen das Ruder fest in der Hand halten. Deshalb weben die ältesten Frauen der Arche, die Doyennen, auch strategische und zielführende Netze, die sie mit den anderen Archen in Verbindung halten und ihre Beziehungen festigt. Zu diesem Webwerk gehören auch arrangierte Eheschließungen. Ophelia, die das historische Museum leitet, macht sich überhaupt nichts aus Männern - sie schlägt alle Vermittlungsversuche der Ältesten aus. Doch dann trifft sie eine harte Entscheidung der älteste Frauen: sie soll einen Mann vom Pol heiraten. Der Pol: das ist die Arche, auf der ewiger Winter herrscht und Eis und Schnee nur von einer ganz kurzen Wärmeperiode jedes Jahr unterbrochen werden. Ein absoluter Albtraum für das junge Mädchen.

Ophelia beschließt, dass sie weder weiblichen Charme noch weibliche Reize einsetzen will. Sie möchte die Hochzeit unter allen Umständen verhindern. Doch dann kommt Thorn, der Mann vom Pol, eines Tages auf Anima an. In einer Nacht und Nebel Aktion und ohne Ophelias Familie die nötige Ehre zu erweisen, nimmt er Ophelia und ihre Patentante Roseline mit zu seiner Arche. Thorn ist riesengroß und völlig unterkühlt. Er nimmt bei seinem Besuch überhaupt keine Notiz von Ophelia. Das hat die schlaue Ophelia zwar geplant und sich deshalb schon knapp eine Woche die Haare nicht mehr gewaschen, aber über so wenig Interesse ist selbst sie erstaunt.

Eisgekühlte Verhältnisse - ein Mann wie sein Land.

Im Zeppelin zwingt ihre Patentante Ophelia dann zu einer ersten Aussprache mit Thorn. Die Situation ist eisig - er will von ihr nichts wissen und sie wollte ja sowieso nicht mit ihm sprechen. Aber wie wohl er ihr auch prophezeit, dass sie am Pol keinen Winter überstehen wird, so wenig Chancen hat Ophelia auf die Lösung der Verlobung. Denn wenn sie sie löst, wird sie mit ewiger Verbannung aus ihrer Heimat bestraft, wenn Thorn die Verbindung löst, dann geschieht noch schlimmeres.

Und so begleitet sie ihren Verlobten wiederwillig in dessen Heimat.  Ophelia wohnt zuerst bei einer Tante von Thorn, die aus dem Clan der Drachen kommt und Ophelia durch reine Gedankenkraft verletzen kann. Die Lage ist angespannt und prekär, denn weder Berenilde noch Thorn möchten, dass Ophelia offiziell anwesend ist. Es beginnt ein Verkleidungs- und Versteckspiel, als Berenilde gezwungen wird mitsamt ihrem Gefolge in den Mondscheinpalast zu ziehen. Hier trifft sich der Hochadel und wohnt in einer perfekten Illusion von einer Welt, in der ewige Festivitäten und Zerstreuungen herrschen.

Und hier passieren auch allerhand Unfälle und Menschen sterben, wenn sie sich nicht vorsehen. Von Mord spricht aber niemand, denn jemand anderen zu töten ist am Mondscheinpalast streng verboten. Ophelia gerät zwischen alle Lager und weiß lange Zeit gar nicht genau warum. Als sie es dann mithilfe von ein paar Verbündeten heraus findet, ist sie schon so tief verstrickt, dass ihr nur noch die Flucht nach vorne bleibt.

Die Spiegelreisende - Pinterest

Die wichtigsten Charaktere

  • Ophelia hat zwei besondere Begabungen. Als Leserin kann sie die Geschichte von Dingen "lesen". Wenn sie mit den Fingern einen Gegenstand berührt, dann sieht und fühlt sie sofort dessen Geschichte, die Gefühle der Besitzer und kann nachvollziehen woher der Gegenstand kommt. Diese Gabe besitzen nur wenige Animagen, denn sie muss schon bei Jugendlichen trainiert werden, ansonsten verblasst sie und verschwindet. Aber Ophelia ist nicht nur eine außergewöhnlich begabte Leserin - sie kann auch durch Spiegel gehen. Dies funktioniert innerhalb einer Arche, wenn sie den Raum auf der anderen Seite schon einmal gesehen hat. Zu ihrem Leidwesen kann sie sich nicht vom Pol direkt nach Anima zurück spiegeln - die Entfernung ist zu weit.
  • Thorn kommt vom Pol. Er ist ein genaues Abbild dieser Arche: unterkühlt und eisig. Er zollt seiner Verlobten Ophelia nur gerade so viel Aufmerksamkeit, wie es notwendig ist, damit sie einigermaßen in Sicherheit ist. Im Laufe der Geschichte stellt sich allerdings heraus, dass er gute Gründe für sein Verhalten hat. Leider verdient er sich während des ganzen ersten Bandes nur ein paar sehr minimale Sympathiepunkte, als Ophelia aus Versehen ein paar Würfel aus seiner Jugend in die Hände bekommt und "lesen" kann, wie es ihm ergangen ist.
  • Roselinde ist Ophelias Patentante und Anstandsdame. Sie wird ein Jahr lang zusammen mit Ophelia am Pol leben - so lange, bis sie Thorn heiratet und das Verlobungsjahr beendet ist. Dann wird sie zurück nach Anima fliegen.
  • Berenilde ist die Tante von Thorn. Sie kommt aus dem Clan der Drachen und kann anderen durch reine Gedankenübertragung leid zufügen. Sie ist unsterblich verliebt - aber leider in den völlig falschen Mann. Das bringt sie bald in arge Bedrängnis. Thorn überlässt Ophelia ihrer Obhut, während er seiner Arbeit nach geht. Ophelia und Berenilde haben allerdings keinen herzlichen Start und das Verhältnis bessert sich auch nur wenig.

Die Bösen, die Verbündeten, die Gegenspieler!

Es gibt natürlich noch eine ganze Reihe weiterer, wichtiger Figuren. Sie alle aufzuzählen würde diesen Post sprengen. Dafür kann ich euch aber die Website beim Suhrkamp Verlag wärmstens ans Herz legen: Die Figuren der Saga!

Buchige Fakten

Der Podcast zu "Die Spiegelreisende"

Wie ich weiter oben schon erwähnt hatte, hatte mein aktuelles Kapitel für mein Fernstudium das Thema "Podcasts". Die Hausaufgabe war demensprechend die Produktion eines solchen Hörstücks. Ich wünsche euch nun also viel Spaß bei meiner ersten gesprochenen Buchvorstellung und hoffe, dass ihr mir die kleinen Technikpatzer verzeiht.

Bewertung und Fazit

Ich bin total begeistert. Wegen mir dürfte direkt schon Juli sein, damit ich den zweiten Band gleich lesen könnte. Ophelia hat mich vollkommen in ihren Bann gerissen und ich bin wirklich mega-gespannt, wie es am Pol weiter geht und ob Thorn noch auftaut (jaja, die Wortspiele fallen hier sehr leicht ;-) ).

Wie immer wird natürlich nicht jeder und jede meine Begeisterung teilen können, aber allen, die gerne dicke Fantasy-Schmöker verschlingen und dazu noch angetan von komplizierten, zwischenmenschlichen Verhältnissen sind, denen sei stark zu diesem Buch geraten. Ihr werdet es bestimmt nicht bereuen.

So bekommt "Die Spiegelreisende" für den ersten Band "Die Verlobten des Winters" fünf Lesekatzen. Wenn bei 5 nicht Schluss wäre, würde ich sogar eine zusätzliche Mietze verleihen!

 

Wie immer freue ich mich über eure Kommentare, Bewertungen oder eure Rezensionen zu diesem Buch.

Bis zum nächsten Mal!

Eure Carola

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