Zwischen Ostern und Pfingsten erhöht sich die Schlagzahl der geschriebenen Klassenarbeiten dramatisch. Kein Wunder: zwischen Fasnacht und Ostern gab es keine einzige Arbeit - nicht mal ein winzig kleines Diktat. Und da sich das Schuljahr langsam dem Ende zu neigt, müssen die verbliebenen Arbeiten fürs zweite Schulhalbjahr endlich mal geschrieben werden. Ich verate euch heute, wie sich meine Kinder auf Klassenarbeiten vorbereiten und warum Streß bei uns keine Chance hat.

Schule und… ach, da war ja noch was!

Wir haben sechs Wochen bis zu den Pfingstferien und dann noch mal sechs Wochen bis zu den Sommerferien.  Genau in dieser Zeit gibt es noch viele weitere, nicht weniger wichtige Termine, die das Vorbereiten auf Klassenarbeiten zeitlich herausfordernd machen. Wie vor den Weihnachtsferien werden in allen Vereinen und Gruppen kurz vor den Ferien die Abschlussfeste gefeiert. Es wird geprobt, gegrillt, aufgeführt und gefeiert. Und nicht zuletzt öffnet im Mai auch noch das Schwimmbad.

Effektiv auf Klassenarbeiten lernen – gute Vorbereitung ist alles

Wie kriegt man das also gebacken, ohne dass die Lernerei in Stress ausartet?

Die Antwort: Vorbereiten und Planen!

Der größte Fehlerfaktor ist die Unsicherheit, die sich ins kindliche Köpfchen schleicht, wenn der Stoff nicht genügend wiederholt werden kann. Deshalb ist es bei uns zuhause extrem wichtig frühzeitig mit dem Lernen anzufangen.

Unangekündigte Tests kommen bei meinen Kindern noch keine vor, die Lehrer sagen ungefähr eine Woche vor dem Termin Bescheid. Vor allem wenn sich die Klassenarbeiten überschneiden, ist eine gute Planung unabdingbar. So schaffen wir es sogar, dass wir nur selten Freizeitaktivitäten der Kinder ausfallen lassen müssen - und das erhöht den Wohlfühlfaktor deutlich.

  1. Übersicht verschaffen
    Wir starten, indem wir uns zusammen anzuschauen, was in der Arbeit dran kommt und was nicht. Das grenzt den Umfang meistens schon mal stark ein. Der zweite Schritt ist herauszufinden, in welchem Bereich das Kind die größten Unsicherheiten hat. Diese Themen packen wir an mehreren Tagen in die Übungsliste, damit sie mindestens zweimal wiederholt werden können.
  2. Kleine Lerneinheiten
    Um „klein“ mal in eine Zeiteinheit zu packen: maximal 45 – 60 Minuten sind genug. Deshalb planen wir lieber mehrere Tage ein um möglichst viel Stoff zu wiederholen. Oft stellt es beim Lernen heraus, dass die Schwierigkeiten gar nicht so riesengroß sind, sondern dass einfach nochmal Verständnis für den Stoff geschaffen werden muss.
  3. Lernen lernen - Kinder brauchen Sicherheit
    Seit der dritten Klasse bereiten wir Klassenarbeiten mehrtätig vor. Das Töchterchen weiß inzwischen genau, wann sie genügend gelernt hat, um entspannt in die Klassenarbeit gehen zu können. Den Plan selbst anzufertigen und vier Tage im Voraus zu berechnen ist noch schwierig und braucht die Hilfe eines Erwachsenen. Aber ich bin mir sicher, dass es spätestens in der 5. Klasse besser funktionieren wird.
    Wann es genug ist, hängt natürlich stark vom Fach und vom Kind ab: Aufsätze brauchen bei uns so gut wie keine Vorbereitung. Diktate erfordern mehrere Tage, Mathearbeiten sind themenabhängig.
  4. Anderen etwas erklären
    Das ist nun der absolute Pro-Tipp: Lasst eure Kinder anderen Kindern den Stoff erklären. Selbst wenn eure Kind noch etwas unsicher ist: beim erklären und anderen Kindern etwas beibringen wächst jedes Kind um gefühlte 10 cm. Das Selbstwertgefühlt steigt dauerhaft an und das überträgt sich auch auf die Fächer, in denen das Kind vielleicht noch nicht so stark ist. Ich hätte es selbst nicht geglaubt, bis ich es dann bei meiner Tochter beobachten konnte. Eine tolle Sache für die Motivation.
  5. Am Tag vor der Arbeit ist Pause angesagt
    Damit das Gehirn die aufgenommenen Informationen optimal speichern kann, ist es wichtig am Tag vor der Arbeit eine Pause einzuplanen oder zumindest nur bekannten Stoff nochmal zu wiederholen. Man denkt oft, dass ist nicht möglich, weil mehrere Klassenarbeiten in einer Woche geschrieben werden, die Wochenplanung das nicht zulässt oder einfach viel zu viel Stoff dran kommt. In der Tat ist es aber einer der wichtigsten Punkte überhaupt, weil durch diesen Ruhetag das Gelernte ins Langzeitgedächtnis geschoben wird. Der Stoff kann also auch später wieder abgerufen werden und ist nicht nur kurzfristig für die aktuelle Klassenarbeit abrufbar.

Tipp vom Töchterchen:

Ein kleiner Glücksbringer hilft mir, wenn ich mich unsicher fühle. Den kann ich festhalten und dann gehts mir besser!

 

Klassenarbeiten GlücksbringerHabt ihr noch mehr Tipps für mich außer diese 5? Wie lernen eure Kinder auf Klassenarbeiten und welche Erfahrungen habt ihr damit? Einen ganz großartigen, fix-fertigen 5-Tages Plan für die optimale Vorbereitung findet ihr übrigens bei scoyo.de.

Und jetzt wünsche ich euch und euren Kindern entspanntes und motiviertes Lernen.

Eure Carola

PS.: Tipps zu Hausaufgaben bekommt ihr bei mir auch: Hausaufgaben – 8 Tipps für das Happy End am Nachmittag

5 thoughts on “Planung ist alles – mit 5 einfachen Schritten Klassenarbeiten optimal vorbereiten”

  1. Liebe Carola!
    Wieder einmal ein echt guter Beitrag. Deine Tipps sind sicher für viele hilfreich.
    Mach weiter so – lieben Gruß Melanie

    1. Vielen Dank. 🙂
      Ich bin zwar weder Lehrer noch Pädagoge, aber ich denke aus der Erfahrung mit meinen Kindern kann ich einige Hilfestellungen zum Schulalltag ableiten.

    1. Lieber Sven,
      ja, das ist bei uns auch so 😉 Allerdings gibt es ja durchaus Dinge, die man als Erwachsener auch nicht weiß. Ich hab mir gestern zum Beispiel erklären lassen, wie man mit einem Gasbrenner arbeitet und welche Teile so ein Ding hat. Fand ich interessant und ich hab das vorher auch noch nie gemacht. 😉

  2. Die Tipps sind ja ganz gut aber für welche Alterklasse???
    Ich habe mich ganz schön erschrocken, als ich gelesen habe, dass Sie schreiben, sie ziehen das seit der dritten Klasse durch, und das auch noch mehrtägig.
    Ich selber bin der Meinung, dass man (egal wie die Noten sind) in der Grundschule noch auf keinen Fall auf KAs lernen sollte.
    Das ist weder altergerecht, noch sinnvoll, da die dortigen Leistungen im späteren Berufleben eh noch keine Rolle spielen. Ich finde es schon grenzwertig, dass bereits Erstklässler Hausaufgaben bekommen, als wären die Vormittage nicht schon anstrengend genug. Dann noch LERNEN?!
    Ich selber gehe in die 9. Klasse eines Gymnasiums in BaWü, und wenn ich überhaupt lerne, dann besteht das Lernen darin, meine Aufschriebe am Tag vorher nochmal durchzulesen und fertig. Weil ich extrem faul bin.
    Und dass es jetzt kein Missverständnis gibt: Mein Zeugnisschnitt war in der 8. Klasse eine 1,5. Und ich bin keinesfalls hyperintelligent und habe auch keinen Wahnsinns-IQ. Ich passe bloß im Unterricht einigermaßen auf und melde halt ab und zu mal.
    Ich denke, dass man sich mit der Lernerei eher verrückt macht, bzw. wie ich es gern sage, „das Gehirn kaputt macht“.
    Durch das ganze Auswendig-Gelerne wird der Kopf mit der Zeit so voll, dass man nicht mehr logisch und sinnvoll denken kann.
    Mit der Zeit kann man sich auch das im Unterricht Erklärte nicht mehr direkt merken, weil das Unterbewusstsein darauf eingestellt ist, es sowieso noch 10 Mal vorgekaut zu bekommen.
    Und umso mehr man auswendig lernt, um so weniger „Platz“ kann ja im Gehirn sein, um neue Dinge im Unterricht direkt zu verstehen, die man dann später wieder zuhause lernen muss. Ein Teufelskreis.
    Wenn man dagegen nie lernt, so wie ich, dann prägt man sich Dinge direkt im Unterricht ein, weil das Unterbewusstsein „weiß“, das, was jetzt kommt, sagt dir nie wieder jemand, also speichere es gut ab.
    Ob das wissenschaftlich so stimmt, keine Ahnung, aber das ist meine Erklärung dafür, warum ich Einsen schreibe ohne jemals richtig zu lernen, und andere Dreien, obwohl sie schon 2 Wochen vorher lernen.
    Ich nehme mal an, dass das aber auch daran liegt, dass ich ein relativ gutes Gedächtnis habe, und habe auch gar kein Problem damit, wenn man in der 9. Klasse lernt, aber in der Dritten, wo man doch eigtl. noch sehr aufnahmefähig ist, da scheint mir das doch reichlich übertrieben.
    Ich möchte Sie nicht angreifen, aber ist das nicht eher das elterliche „Unser-Kind-muss-das-beste-sein-egal-was-es-koste“?
    Ich erlebe das bei meinen drei kleinen Geschwistern so mit, meine Eltern werden/wurden bei jedem Kind extremer, was Schule angeht. Als ich klein war, haben meine Eltern zwar zugeguckt, wenn ich Hausaufgaben gemacht habe, und kontrolliert, dass ich alle mache, aber nicht eingegriffen. Mein nächstes Geschwisterkind musste manchmal in der Grundschule lernen, und hat Hilfe bei den HAs bekommen. Mein jetzt eingeschultes Geschwisterchen muss es über sich ergehen lassen, alle falschen Dinge in seinen Aufgaben korrigiert zu kriegen, damit die Lehrerin ja denkt, er wäre hyperklug. Wie es wohl beim Jüngsten wird in 3 Jahren?

Ich freue mich über deinen Kommentar!

  • Die ersten Plätzchen sind fertig und fast schon wieder gegessen. Das #Rezept für die #Nutella-Kekse, mit den schönen Stempeln drauf, ist total einfach.  Morgen findet ihr es bei mir im Blog 😊

#plätzchen #backen #schokocreme #advent #backenmitkindern #instamom #instaxmas
  • Neulich im Bücherladen habe ich diese Leseprobe mitgenommen.  Wer von euch hat #Aventurine schon gelesen? Bei mir landet dieses schöne #Kinderbuch direkt auf der #Wunschliste für meine Tochter!

#kjb #stephanieburgis
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  • Bei Lovelybooks haben wir an einer neuen Leserunde teilgenommen. "Geheim geht anders" ist der Titel des lustigen Kinderbuchs mit den beiden wuscheligen, blauen Monsterchen und wir haben beim Lesen wirklich viel gelacht.

Im Blog könnt ihr heute die Rezi dazu nachlesen. Viel Spaß dabei!

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  • Schöne Bücher lesen sich ja leider immer sehr schnell zu Ende. "Weihnachten steht vor der Tür" ist genau so eine schnell-lesige Lieblingsgeschichte.

Das Hauskaterchen wartet auf Weihnachten und kann gar nicht verstehen, was seine Menschen für einen großen Trubel darum machen. Und wann kommt dieser "Weihnachten denn nun endlich?

Wunderschön geschrieben für kleine und große Katzenfans!

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  • Ich wünsch euch allen einen schönen 1. Advent!

#advent #weihnachten #nochdreiwochen #weihnachtszeit #adventszeit
  • Die Backsaison ist eröffnet! 😊😊😊 Heute backen wir "Hildabredle" und die Hälfte darf das Söhnchen an die Schulklasse verteilen. Wie heißen diese Plätzchen bei euch? 
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  • Es ist #Kinderbuchadvent. Bei mir auf dem Blog hat sich heute das zweite Türchen geöffnet. "Weihnachten zum Selbermachen" heißt dieses tolle Mitmachbuch, von dem ich heute gleich 2 Stück an euch verlosen darf. 
Auf meinem Blog gibts ganz viele weitere Infos zu diesem wirklich vollgepackten Vorweihnachtsbuch. Schaut am Besten gleich mal bei mir vorbei und macht mit :-) bis morgen Abend könnt ihr noch gewinnen.

Danke an Anna von @kinderbuch_detektive.de für die tolle Aktion 😊

Morgen gehts dann weiter bei @luettelotte :-) #weihnachten #weihnachtsbuch #mitmachbuch #silkeschmidt #dtv-junior #kinderbuch #diy #adventszeit #vorweihnachtszeit #100AntiLangeweile #bookaholic #buchblogger #dtv #lebenmitkindern
  • Advent, Advent ein Lichtlein brennt... 🎄 Jeden Tag öffnet sich bei einer anderen Kinderbuchbloggerin ein Türchen mit einem besonderen Kinderbuch, das ihr gewinnen könnt.

Mein erstes Türchen öffnet sich am 2. Dezember. Und darin befindet sich garantiert 100% Anti-Langeweile für die ganze Adventszeit!!! Am Samstag bekommt ihr mehr Infos dazu. Ich bin schon total aufgeregt!!! ✨🎄💫 Um keine der anderen Türchen zu verpassen, folgt schon mal fleissig den anderen Kinderbuchblogs! 👇

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